Burgenlandkreis
Gymnasium Laucha
Bau
eines pyramindenförmigen Heißluftballons - fächerübergreifend:
Physik - Auftrieb mit
Heißluft
Geographie - Indianer der NAZCA-Wüste in Peru
Geschichte -
Technische Einwicklungen von Hochkulturen
oder einfach nur ...
Bastelnachmittag bzw. Klassenfest im Winter
I) BAUANLEITUNG /
BAUSKIZZE
Bild:
Bauanleitungsskizze
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A - Rechteck mit dem Seitenverhältnis
1:2 aus Blumenseide (Papiergroßhandlung, Blumenladen, Bastelkatalog ...)
anfertigen. Beginnen sollte man mit der Größe 100x200 cm. Größere Ballone
können dann nach Lust und Laune gebaut werden. |
II)
SICHERHEITSTECHNISCHE HINWEISE
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- Bei Wind auf Abstand zu Bäumen und
Gebäuden achten! |
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III) .......... NAZCA
- GEHEIMNIS DER LÜFTE
Einführungtext von Volker Löschhorn - Stuttgart -
(leicht gekürzt)
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1939 machte man in der Wüste von
NAZCA/Peru eine sensationelle Entdeckung: Als man Vertiefungen im
Wüstenboden kartografierte, die er für Bewässerungskanäle aus der
Vor-Inkazeit hielt, fügten sich die Linien zu Tierfiguren. Kurz darauf
gingen die ersten Luftaufnahmen von NAZCA um die Welt. Wer hatte die
Zeichnungen geschaffen und wozu? |
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Besonders die Trapeze haben es den
UFOLOGEN angetan: Sie halten NAZCA für prähistorischen Weltraumbahnhof.
Aber der Wüstenboden ist so weich, daß nicht einmal ein Sportflugzeug
darauf landen oder wieder starten könnte. |
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Weitere |
- Uralte Fluglegenden, die auf den
Flug mit einem Ballon passen! | ||
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Doch nun stellte sich die Frage: Waren
die Einwohner von NAZCA überhaupt in der Lage, einen Ballon zu bauen, der
einen Menschen tragen konnte? Gräbern in NAZCA wurden 1500 alte Stoffe
entnommen, und bei 'Raven Industries' auf Festigkeit und
Luftdurchlässigkeit getestet. Die Luftdurchlässigkeit ist gleich oder
besser als bei heutigen Fallschirmstoffen und der Stoff wurde dichter
gewebt, die Festigkeit erwies sich für Ballonstoff als ausreichend. Das
Gewebe ist allerdings mit 170g/dm² deutlich schwerer als heutige
Ballonstoffe. |
z.B. |
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Zu der immer wieder auftauchenden Figur
einer gleichseitigen Dreieckspyramide, eines Tetraeders, erklärten die
Ingenieure von 'Raven', dass auch sie anfangs Ballone in dieser Form gebaut
hätten. Gerade diese Form sei besonders einfach zu bauen: Dabei wird eine
Stoffbahn spiralförmig zu einem Zylinder vernäht. Dann nähe man dessen obere und
untere Öffnung um 90° verdreht zusammen, was einen Tetraeder ergibt. Eine Spitze
muss noch als Feueröffnung abgeschnitten werden und fertig ist der
NAZCA-Ballon.
Nachdem feststand, daß die Bewohner von NAZCA mit den ihnen
zur Verfügung stehenden Materialien einen Ballon bauen konnten, baute man einen
menschtragenden Ballon nach. 'Raven' fertigte eine 2200 Kubikmeter große
Ballonhülle aus Baumwollstoff und ein Indianer vom Titicacasee fertigte aus
Binsen die Gondel in Form eines Bootes.
Der Bau des Ballons war eine
Sache, eine andere ihn in die Luft zu bekommen. Es musste jemand gefunden
werden, der den Ballon mit Heißluft über dem Holzfeuer füllen konnte. Gefunden
wurde Joe Crane, der in seiner Jugend als Helfer des Jahrmarkt-Ballonpiloten
Capt. Eddy Allens über die Lande gezogen war. Dabei hatte er das Füllen des
Ballons über dem offenen Feuer gelernt. Auch ein Pilot für das Unternehmen wurde
gesucht und gefunden. Julian Nott, britischer Ballonfahrer und Inhaber mehrerer
Weltrekorde erklärte sich bereit, den Ballon zu fahren.
Nach langer
Vorbereitungszeit stieg der "CONDOR I", wie der Ballon getauft wurde,
schließlich zu einem fünfminütigen Flug über NAZCA mit Julian Nott und Jim
Woodman auf. Damit war der Beweis erbracht, daß die Inkas mit den ihnen zur
Verfügung stehenden Materialien hätten fliegen können - ob sie es auch taten?
Literaturhinweise:
-
Jim Woodman: NAZCA - mit dem Inkaballon zur Sonne, 1977, C. Bertelsmann, ISBN
3-570-018555
- Maria Reiche: Geheimnis der Wüste - Mystera of the desert -
Secreto de la Pampa, 1968, Selbstverlag Maria Reiche
- Angelika Neudecker:
Archäologische Forschungen im NAZCA-Gebiet Peru, 1979, Klaus Renner Verlag, ISBN
3-87673-069-4
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